Wer Lösungen will, muss zulassen, dass sich etwas löst.

Viele Menschen wollen Lösungen für Probleme, können sich aber weder vom Problem lösen noch von ihren Vorstellungen, wie ein Leben ohne das Problem sein sollte. Dabei haben sie häufig ihr Leben im Blick, wie es in der Zeit VOR erstmaligem Auftreten des Problems war.

Sich von dieser Vorstellung zu lösen und wirklich offen zu sein für das, was aus dem so deklarierten Problem sich entwickeln will, was einem aus der Zukunft entgegenkommt ist schon der erste Schritt zur Lösung.

Sich zu lösen von Besitzständen, Dingen, überholten Denkmustern macht frei, schafft Raum für Neues. Das Alte in Dankbarkeit verabschieden und loslassen, das Neue erwartungsvoll willkommen heißen und zulassen –  Menschen mit Probleme haben dies oftmals nie geübt. Sie setzen auf Bewährtes, halten fest an Erreichtem und merken dabei nicht, dass sie mehr und mehr gefangen sind in der Vergangenheit. Tradition als Bewahrung der Asche und nicht als Weitergabe des Feuers zu verstehen – das ist kein Weg, der Menschen in Freude und Freiheit führt.

Wenn sich aber etwas löst, was lange Zeit starr und festgehalten war, dann kann da auch sehr grundlegend etwas in Bewegung geraten. Radikale Lösungen machen Angst – ermöglichen aber Veränderungen die ganz neue Perspektiven eröffnen. Ob das die Aufgabe einer Arbeitsstelle oder einer Wohnung ist, ob es das Loslassen eines Menschen, einer Beziehung ist – wer los lässt hat auch beide Hände frei, etwas Neues zu empfangen.

Eine lebendige Beziehung lässt Raum zwischen zwei Menschen, zwischen sich und den Dingen. In diesem Zwischenraum können die Winde des Himmels tanzen.

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Unternehmen Zukunft

Unternehmen als wirtschaftlich-finanzielle, rechtlich Einheit konstituieren sich durch ökonomische Prinzipien: Eine möglichst günstige Relation zwischen eingesetzten Mitteln und erzielten Erträgen wird angestrebt bei der Verwirklichung des Unternehmenszweckes. Dabei konkurriert ein maximaler kurzfristiger wirtschaftlicher Erfolg nicht selten mit langfristigen ökonomischen Zielen. Nachhaltiges Wirtschaften wird bei immer kurzfristigerer Messung der Zielerreichung in Verbindung mit entsprechenden Anreizsystemen für das Management zunehmend ausgehebelt.

Dass dies für die Stakeholder des Unternehmens auf die Dauer wenig gewinnbringend, hat sich zwar inzwischen herumgesprochen, allein es fehlt häufig genug an Gegenstrategien und dem Willen zur Umkehr.

Dort, wo ökonomische Nachhaltigkeit bereits das unternehmerische Wirtschaften prägt, geraten mehr und mehr auch weitere Dimensionen der Nachhaltigkeit in den Blick: ökologische Nachhaltigkeit, soziale Nachhaltigkeit und kulturelle Nachhaltigkeit. Diese Dimensionen nicht nur punktuell mittels Spenden oder Sponsoring oder gar als Feigenblatt in die Marketingstrategie einzubinden, sondern auch in den Kernprozessen zu realisieren, ist schon die gehobene Stufe einer CSR (Corporate Social Responsability) Strategie. Noch einen Schritt weiter gehen Unternehmen der Zukunft, wenn sie Innovationen am Markt platzieren, mittels derer der gewünschte gesellschaftliche Wandel vollzogen werden kann (Technologische Innovationen z. B. im Bereich der erneuerbaren Energien, Prozessinnovationen um benachteiligten Personen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen).

Wie müssen gesellschaftliche Akteure aus Wirtschaft, Bildung, Politik zusammenarbeiten, um mehr in allen vier genannten Dimensionen nachhaltige Innovationen zu erzeugen?